im
Ghetto nebenan
und
Frieda B. hat nur einen Wunsch,
den
schickt sie heut himmelan.
Denn
heute kommt der Heilige Christ
und
vor Aufregung hat sie eingepisst,
sie
schafft`s einfach nicht mehr so schnell bis zum Klo
und
„Stille Nacht“ spielt das Radio.
Refr.:
Lieber Gott mache,
daß
ich nicht mehr erwache.
Laß
heute nacht meine Uhr stille stehn,
laß
mich endlich geh`n.
Und
die Schwestern haben auch heut keine Zeit
keine
Zeit, keine Zeit für Barmherzigkeit
Sie
sind auch heut völlig unterbesetzt
und
überlastet und abgehetzt.
Und
der Pfarrer hat in der Kirche zu tun
volles
Programm zum Freudenfest.
Und
Frieda B. hat nur einen Wunsch:
Daß
Gott sie endlich sterben läßt.
Refr.:
Lieber Gott mache,
daß
ich nicht mehr erwache.
Laß
heute nacht meine Uhr stille stehn,
laß
mich endlich geh`n.
Damals,
in ihren besten Jahr`n
da
hat sie nur Trümmer zusammengekehrt
als
Aktivistin Namenlos
unsren
Karren mit aus dem Dreck gezerrt.
Heut
wird sie dafür - ist das nicht famos -
mit
der Mindestrente geehrt.
Und
hat davon noch die Hälfte gespart,
für
die Erben hat sie`s aufbewahrt.
Denn
sie hatte zwei Königskinder
und
hatte die beiden so lieb
doch
leider hatten beide ein
Gedächtnis
wie ein Sieb !
Und
sie fragten einen Dreck nach ihr
nur
in ihrer Akte, da gab`s ein Papier
im
Fall, etwas Ernsthaftes passiert,
wen
man da sofort informiert:
Na,
am Besten doch wohl gleich das Gericht,
denn
friedlich einigen die sich nicht.
Refr.:
Lieber Gott mache,
daß
ich nicht mehr erwache.
Laß
heute nacht meine Uhr stille stehn,
laß
mich endlich geh`n.